Feldarbeit & Deep Democracy
Ein zweitägiges Intensivtraining für erfahrene Facilitator*innen
Warum dieses Training? Ihr kennt die Theorie U, habt schon einige Prozesse ermöglicht und Räume gestaltet gehalten – und manchmal fühlt es sich an, als würdet ihr durch den Dschungel laufen und die Gruppe einen Kompass, Wasser und eine Machete braucht.
Willkommen in der Feldarbeit! Hier geht es darum, tiefgreifende unsichtbare Dynamiken, Konflikte und kollektive Weisheit so zu moderieren, dass am Ende nicht nur alle noch atmen, sondern auch etwas bewegt wurde. Feldarbeitverbindet das theoretische Fundament Kurt Lewins, die prozessuale Tiefe von Arnold Mindell und die radikale Inklusivität der Deep Democracy. Deep Democracy – der Name ist Programm: Wir tauchen ein in die Kunst, alle Stimmen sichtbar zu machen – auch die unangenehmen, die leisen, die wütenden. Denn genau dort liegt oft der Schlüssel für echte Innovation und nachhaltige Lösungen.
Was euch erwartet:
| 1.Tag |
| Feldarbeit – Wenn der Raum zum Labor wird |
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Körperarbeit –Intuition einladen Feldarbeit beginnt im eigenen Körper. In der Fähigkeit zu spüren, was im Raum geschieht – und wie es uns bewegt. |
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Praktische Tools: Wie ihr Gruppenprozesse «lest» wie eine Landkarte – und wo die Fallstricke lauern. · Feldsignale lesen – Körpersprache, Atmosphären, Rollen, Mikrospannungen. · Rollen als Ausdruck des Feldes, nicht als persönliche Eigenschaften · Entwicklungspotenziale, die im Feld bereits angelegt sind |
| Live-Interventionen + Rollenspiele: Ihr übt, spontan und präzise zu handeln, wenn die Gruppe „kippt“. |
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Reflexion: Was passiert eigentlich mit euch, wenn ihr «im Feld» steht? Und wie nutzt ihr das? · Innere Differenzierung: erkennen, welche ihrer eigenen Stimmen laut sind – und welche ungehört bleiben. · Intuitive Klarheit: spüren, wenn eine Situation kippt oder eine Entscheidung reif ist. |
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2. Tag |
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Deep Democracy – Konflikte als Kreativbooster |
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Körperarbeit – Intuition einladen Feldarbeit beginnt im eigenen Körper. In der Fähigkeit zu spüren, was im Raum geschieht – und wie es uns bewegt. |
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Praktische Tools: Wie ihr Polaritäten in Produktivität verwandelt – statt sie eskalieren zu lassen oder stillegen zu wollen. · Blockaden verflüssigen – durch Wahrnehmung statt durch Druck. · Konflikte nutzen – nicht als Problem, sondern als Entwicklungsimpuls des Systems.
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Live-Interventionen + Rollenspiele: Ihr probiert aus, wie ihr als Facilitator:in in hitzigen Momenten kühl bleibt – und trotzdem Feuer macht. |
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Reflexion & Transfer: · Zentrierung: auch in Dynamik, Unsicherheit oder Konflikt innerlich stabil bleiben. · Wie ihr Deep Democracy in eure bestehende Praxis integriert – ohne dass es wie ein Fremdkörper wirkt. |
Für wen?
Die zwei Tage richten sich an Facilitatoren*innen und facilitierende Führungskräfte, die Organisationen/Teams nicht nur verstehen, sondern spüren und bewegen wollen – und die Lust haben, ihre Werkzeugkiste um handfeste, erprobte Methoden zu erweitern. Ihr solltet bereit sein, auch mal ins kalte Wasser zu springen (wir halten euch, versprochen).
Was ihr mitnehmt:
- Mehr Sicherheit in unübersichtlichen Gruppenprozessen. Du führst anders. Du reagierst weniger. Du gestaltest mehr. Nicht durch Kontrolle, sondern durch Klarheit und Präsenz.
- Konkrete Interventionen, die ihr sofort anwenden könnt. Du erkennst, wann „mehr Druck“ nicht hilft, sondern wann das Feld Öffnung braucht.
- Ein Netzwerk von Kolleg:innen, die ähnlich „verrückt“ sind wie ihr.
- Die Gewissheit, dass Konflikte nicht das Problem sind – sondern ein Potenzial.
Du nimmst dich als Instrument der Wahrnehmung ernst: Und das verändert alles.
Rahmen & Investition
- Wann: 11. +12. März 2026
- Dauer: 2 Tage (1. Tag 10:00–21:00 Uhr und 2. Tag 09.00 – 15.30 Uhr)
- Gruppengröße: Maximal 8 Personen – für genug Raum zum Ausprobieren.
- Ort: Kreative Lösungswege, Bern
- Kosten: CHF 1’500 (inkl. Material, Getränke, Mittagessen und Snacks)
Trainerinnen
Barbara Backhaus und Barbara Lehmann
Warum wir? Weil wir selbst jahrelang in der Praxis gestolpert, gelernt und gelacht haben – und weil wir glauben, dass gute Facilitation nicht nur Handwerk, sondern auch Herzenssache ist. Wir lieben es, wenn Gruppen plötzlich «klicken» – und wir lieben es noch mehr, euch dabei zu helfen, das auch zu tun.
Interessiert? Meldet euch bis zu 28. Februar 2026 an.
PS: Bringt gute Laune, neugierige Fragen und am besten schon eine Situation mit, die euch zuletzt Kopfzerbrechen bereitet hat. Wir packen sie an – gemeinsam.
Fragen? Gerne! Wir freuen uns auf euch.
«Facilitation ist wie Jazz: Man braucht Handwerk, Mut zur Improvisation – und manchmal einfach den richtigen Rhythmus.»
(Zitat eines anonymen Teilnehmers, der danach nie wieder anonym bleiben wollte.)
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