Organisations- &
Prozessbegleitung

Veränderungen verstehen und begleiten

Organisationsentwicklung verstehen wir als Prozessbegleitung. Dies bedeutet in jedem Fall Hilfe zur SelbsthilfeDies kann im Kontext der Einzelbegleitung (Lebensberatung und Führungscoaching), der Arbeit mit Gruppen (Teamentwicklung und Supervision) oder im Rahmen der ganzen Organisationen (Organisationsentwicklung ) geschehen.

Die Rahmenbedingungen der gemeinsamen Arbeit sind allen Beteiligten klar. Über die formalen und inhaltlichen Rahmenbedingungen der Begleitung wird eindeutig informiert.

wesentliche Punkte

Zeit und Kosten

Der Zeitrahmen, das Zeitbudget sowie der Kostenrahmen sind bekannt.

Erwartungen

Es werden von Seite der Begleitung keine Versprechen gemacht.

Beziehung

Der Begleiter / die Begleiterin hat ein klar fundiertes Bewusstsein über die Art, Funktion und Reichweite der Beziehung mit den Klienten / KlientInnen.

klare Ziele

Zu jeder Zeit der Zusammenarbeit ist eine klare Abmachung vorhanden. Durch diesen wird deutlich, weshalb der Klient in die Begleitung kommt. Diese Klärung findet zu Beginn der Arbeit statt und wird bei Bedarf (d.h. wenn das Bewusstsein über diese Klärung verloren gegangen ist) erneuert, damit eine neue Abmachung ausgehandelt werden kann. Grund dafür ist die Erfahrung, dass die Auflösung alter Konzepte ein bedeutsamer Bestandteil der begleitenden Arbeit ist.

Abschluss

Beim Beenden der Zusammenarbeit findet auf jeden Fall mindestens eine letzte Besprechung statt oder der Klient ist für eine abschliessende Besprechung erreichbar.

Eigenverantwortung

Bestandteil einer erfolgreichen Begleitung ist die Fähigkeit, sich um sich selbst zu kümmern.

Freude

Ein sehr fortgeschrittenes und subtiles Ziel der gemeinsamen Arbeit ist – und es ist von fundamentaler Wichtigkeit –, die Freude an sich selbst (wieder) zu lernen, vor allem auch die Freude am eigenen Ausdruck.

Das, was ist

Es ist immer wichtiger, sich auf das, was ist, einzulassen, als eine Lösung zu finden. Zu erkennen, was ist, ist eine Kunst, die man in der Zusammenarbeit nie aufhören kann zu lernen. Das, was am allermeisten ist, erscheint oft als Kleinigkeit, die es anzusprechen gilt.

Mindset

Es ist stets wichtiger, die eigene Haltung anzuschauen, als sich auf den Inhalt der Situation einzulassen. Das heisst nicht, dass es nicht erforderlich ist, die Einzelheiten der Situation zu verstehen, doch es ist wesentlich, die Haltung in dem Erleben sichtbar zu machen.

Rolle des Begleiters

Dabei gilt, dass der Begleiter / die Begleiterin weder Versteher, noch Besserwisser noch Top-Underdog ist. 

Kein Versteher heisst: kein Einfühler, Mitleider, Hinterfrager, Beobachter, Neutraler, Priester, Lehrer und keine leere Leinwand.

Kein Besserwisser heisst: kein sich freundlich Herablassender, Erklärer, Ratgeber, Forderer, Edler, Lösungssucher, Kumpel oder Aushalter und

Kein Top-Underdog zu sein heisst:  nicht Zyniker, Zuhörer, Schoner, Clown, drängender Zwinger oder Verantwortung Tragender zu sein.

Die Erfahrung zeigt, dass die Klienten als «zwei Personen» in die Prozessbegleitung geht:

Saboteur

Eine Person möchte Veränderung, und die andere Person wird alles tun, um Veränderung zu sabotieren.

Eigenes Feuer

Im Verlauf der Begleitung ist es heilsam zu erfahren, dass der Saboteur lernen kann, seinen Widerstand in Neugier zu verwandeln. So erlebt «die Person des Saboteurs», wie es ist, sich nicht immer selber zu sabotieren. Es geht um die Erfahrung, dass es eine Einladung gibt, das eigene Feuer zu behalten, die Wahrnehmung von sich selbst und seiner Welt verändern zu können und auch ein scheinbares «Scheitern» in Kauf zu nehmen oder auszuhalten.

Eine solche Haltung der Neugier oder des Feuers erlaubt es, in die eigenen Kraft zu wachsen und ein sinnerfülltes Leben zu leben.

„Es rattert immer noch nach.. 🙂 Ich bin dabei das Gehörte/Gelernte auf meine Rahmenbedingungen zu adaptieren und zu überlegen, wie ich es in meine tägliche Arbeit einfliessen lassen kann.“

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