Facilitating Change

Vom Umgang mit Komplexität, Dynamik und Ungewissheit

– eine Weiterbildung in 7 Modulen entlang der Theorie U –

für Führungskräfte, Projektleiter*Innen, Personaler*Innen und Berater*Innen, Verantwortliche Für Transformation und Organisationsentwicklung

Daten 2025 

Modul 1: 27. – 29. März 2025
Modul2: 01. – 03. Mai 2025
Modul 3: 19. – 21. Juni 2025
Modul 4: 21. – 23. August 2025
Modul 5: 25. – 27. September 2025
Modul 6: 06. – 08. November 2025
Modul 7: 11. – 13. Dezember 2025

Ort
Kreative Lösungswege Bern GmbH
Seilerstrasse 23, 3011 Bern

Inhalt

Facilitating Change ist eine Weiterbildung, in der Sie die notwendigen Kompetenzen stärken, um erfolgreiche Veränderungsprozesse in komplexen Umfeldern in Ihrem Unternehmen sowohl auf der strukturierenden als auf der psychologischen Ebene zu gestalten und zu führen.

Menschen in Organisationen beschäftigt die schnelle Dynamik des Wandels, die globalen Herausforderungen sowie ein hoher Innovations- und Erfolgsdruck. Worte wie Digitalisierung, Agilität, Selbstorganisation, Komplexität, … sind in aller Munde und nicht unbedingt mit eindeutigen Inhalten gefüllt. Das macht viele Menschen unruhig. Um all dies zu balancieren und in die (ungewisse) Zukunft zu steuern braucht es Sinnhaftigkeit als Motivation, innere Ruhe, eine wache Aufmerksamkeit und das Wissen um die Dynamiken in Transformationsprozessen. Die Haltung und die Kompetenzen des Facilitatings ermöglichen dies.

Nutzen

Menschen mit Facilitator Kompetenz können:

  • wirkungsvoll Transformationsprozessen initiieren und begleiten
  • agile Teams und Selbstorganisation unterstützen
  • innovatives Denken fördern
  • Menschen beteiligen und Commitment aufbauen
  • Vertrauen fördern und den Mut für neues Handeln stärken
  • Mehrperspektivigkeit ermöglichen und damit die Öffnung für neues Denken
  • Konflikten austragen für neue gemeinsame Wege

Damit wirken Facilitatoren in Organisationen wertschöpfend.

 

Zielgruppen
Die Fortbildung richtet sich in erster Linie an Führungskräfte, Projektleiter*innen, Personalentwickler*innen, Organissationsentwickler*innen Coaches und Berater*innen, da diese Zielgruppen in Veränderungsprozessen stark und aktiv gefordert sind. Je mehr Kompetenz hier vorhanden ist, desto grösser die Veränderungsfähigkeit der jeweiligen Organisationseinheit.

WIE WIR ARBEITEN
Wir bieten in der Ausbildung verschiedene «Lernräume» und Methoden an, sich selbst als Facilitator zu erfahren und auszuprobieren. Dabei stützen wir uns auf methodische Ansätze aus dem NLP, der Visionssuche, der Meditation, der Prozessarbeit, des Embodiement, Liberating Structures … und natürlich auf unsere Erfahrungen.

Uns geht es zunächst darum, die eigene Persönlichkeit im Umgang mit Veränderungen und Ungewohntem kennen zu lernen und zu reflektieren. Diese Selbsterfahrung ist für uns Voraussetzung für die Begleitung von Gruppen.
Die Methoden und Tools, die wir anbieten, dienen sowohl der Gestaltung und Reflexion von gesamten Prozessen als auch der Arbeit mit kleineren Gruppen. Eine Methode / Tool ist ein Werkzeug und mehr nicht. Das heisst: Entscheidend für den Einsatz und die Wirkung dieser Tools ist die Haltung der Menschen, die sie einsetzen. Diese zu kennen und zu fördern ist eine wesentliche Säule dieser Ausbildung.
Die Anbindung in die unternehmerische Praxis ist uns wichtig und wird in Form von Fallstudien und konkreten Projekten integriert. Einen Abend pro Modul gestalten die Teilnehmer selbst, indem sie Methoden der «Neuen Arbeit» für Organisationen vorstellen.

SUPERVISION

Parallel zu der Ausbildung bieten wir optional Supervisionsgruppen mit max. 4 Teilnehmern an. Ziel ist es an konkreten Praxisthemen die Lernerfahrungen der Ausbildung zu vertiefen.

Die Module im Detail

MODUL 1 – DOWNLOADING

  • Was ist Facilitating Change?
  • Haltung und Wirkungsfeld des Facilitators
  • Was braucht Lernen in Organisationen?
  • Vorerfahrungen mit Change, Agilität, Selbstorganisation, …
  • Die Theorie U als Leitfaden für Transformations Prozesse
  • Die Ebenen von Change im U-Modell «Den Facilitator im inneren Team für Transformation aktivieren».

MODUL 2 – SEEING 

  • Die eigenen Sehgewohnheiten kennen lernen und erweitern
  • Der Unterschied zwischen komplex und kompliziert als wichtiger Wahrnehmungsfilter für agile Entwicklung
  • Selbstorganisation: Das Besondere in einer praktischen Erfahrung erleben
  • Positions- und Perspektivenwechsel trainieren «Die richtigen Fragen stellen – eine Kernkompetenz».
  • PsychoDrama als die Wurzel vieler aktueller Methoden

MODUL 3 – SENSING 

  • Wertesysteme, Glaubenssätze und Annahmen für Entwicklungsprozesse erforschen (individuell und im Unternehmen)
  • System, Felder, Rollen: eine Begriffsklärung
  • Die Ebenen des Zuhörens in der Theorie U
  • Die eigene Konfliktfähigkeit erforschen für den Umgang mit Konflikten
  • Spannungsfelder sehen und mit ihnen arbeiten
  • Rolle und Rang und damit verbundene Dynamiken und Konfliktfelder
  • Dynamic Facilitation als Methode, Möglichkeitsräume zu öffnen

MODUL 4 – PRESENCING

  • Die Qualität des Presencing: Was ist das Besondere?
  • Das Wofür entdecken: People, Purpose, Planet, Profit
  • Loslassen und zulassen – leicht gesagt und dann?
  • Emergenz: Was ist es? Was braucht es? Methoden der Emergenz
  • Storytelling als Methode Menschen zu begeistern

MODUL 5 – CRYSTALLIZING 

  • Essenzen zukünftiger Entwicklungen heraus arbeiten – Methoden des Crystallizing
  • Wertesysteme: das Spiral Dynamics Modell (Clare Graves)
  • Prinzipien Facilitativer Change- und Workshop Gestaltung
  • Design Thinking als Methode für Innovationsgestaltung

MODUL 6 PROTOTYPING

  • Umgang mit Verhinderungsstrategien wir Urteilen, Zynismus, Ängsten, endlosem Reflektieren, … in Change Prozessen
  • Qualität und Anforderungen von Prototyping-Prozessen
  • Auftragsklärung für Facilitating
  • Fallstudien für Facilitating
  • Die eigene Facilitator Rolle in praktischen Anwendungen stärken
  • Pro-Action-Café als co-kreative Methode zur Projektentwicklung

MODUL 7 PERFORMING 

  • Kommunikation in Transformations Prozessen
  • Integration der Ausbildung in praktischen Anwendungen entlang eines Unternehmensbeispiels
  • Appreciative Inquiry als Methode zur Förderung von Change Motivation
  • Wirksam werden als Facilitator – «Abschlussprüfung»

* «Der Begriff des reflektierenden Praktikers wurde zu Beginn der achtziger Jahre von Donald Schön (1984) geprägt. Als stehende Ausdruck bezeichnet er Frauen und Männer, die Führungsverantwortung übernehmen. Im Gegensatz zu Expertinnen und Experten sind reflektierende Praktiker in das Unternehmen integriert, sie tragen Verantwortung für ihr Denken und Handeln, sie beeinflussen den Lauf der Dinge. Sie verfügen über großes implizites Wissen– meist Erfahrung genannt –, dass sie mit neuen Inhalten kombinieren müssen.»
Quelle: Gomez, Peter/Lambertz, Mark/Meynhardt, Timo, Verantwortungsvoll führen in einer komplexen Welt, Denkmuster-Werkzeuge-Praxisbeispiele, Haupt Verlag, Bern 2019