Facilitating-Netzwerk CH – Was gibt’s Neues?

14. Jul 2021 | Aktuelles

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Hallo an diesen verregneten Tagen 😀

Ich freue mich, euch zu Beginn der Sommerpause auf einiges was sich innerhalb des Netzwerks «Facilitating Change/CH» entwickelt, aufmerksam zu machen:

Seit 2017 haben wir in der Schweiz im Programm «Facilitating Change» in Kooperation mit der School of Facilitating ca. 80 Facilitator*innen ausbilden können. Das hatte Konsequenzen 😏:

  • Immer mehr Firmen erbitten Begleitung durch unseren Ansatz des Facilitating Change für ihre Change- und Transformationsprojekte – allein durch die Kreativen Lösungswege ist das nicht bewältigbar.
  • Die ausgebildeten Facilitator*innen haben den Mut, das Gelernte mutig und kreativ in ihrer Arbeitsumgebung umzusetzen – die damit gemachten Erfahrungen führen zu weiteren Fragestellungen und damit auch zu weiteren Wegen und neuen Angeboten.
  • Das Bedürfniss, sich innerhalb der ausgebildeten Facilitator*innen zu vernetzen und auszutauschen ist gross – so fand das erste «Ubuntu-Treffen» am 4. Juni 2021 in Basel statt.

Gern möchte ich diese Entwicklungen etwas detaillierter ausführen:

PROZESSBEGLEITUNG UND OE
In den letzten Jahren konnte ich wiederholt mit ausgebildeten Facilitator*innen aus dem «Facilitating Change»- Programm in Assistenz und/oder Co-Moderation OE-Prozesse in Organisationen begleiten. Für die Assistent*innen sind dies wertvolle Möglichkeiten, ihr Wissen praktisch in einem geschützen Setting anzuwenden und sich in der Facilitator*innen-Rolle auszuprobieren. Als Co-Moderator*innen ist es eine bereichernde Erfahrung für beide Rollenträger*innen. Sich aufeinander einzustellen, das Feld gemeinsam zu fühlen und dem Prozessfluss zu begleiten macht im Duo einfach mehr Freude.
Bitte meldet euch, wenn ich Assistenzangebote nutzen wollt und/oder Co-Facilitator*innen für eure Projekte sucht. Die Ubuntu-Treffen – siehe Ausführungen weiter unten – sind auch eine gute Gelegenheit das persönliche Facilitating-Netzwerk zu stärken.

 

WEITERE WEGE UND NEUE ANGEBOTE

– CAS Changeprozesse in Gesundheitsunternehmen facilitativ begleiten –
In Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule (BFH) haben wir den Fachkurs Facilitation an Hochschulbedingungen angepasst, um so die Möglichkeit für Interessierte unter Euch zu schaffen eine zertifizierte Weiterbildung zu erhalten, welche zu weiteren Studienmöglichkeiten führt. Das dürfte vor allem für diejenigen unter Euch interessant sein, die über einen tertiären Bildungsabschluss verfügen. Konkret bedeutet das:

1. Ihr besucht den FK Konzepte und Projekte erfolgreich implementieren, September – Dezember 2021, an der BFH (7 Tage) 
2. Im Frühling 2022 legt ihr eine Prüfung für die Weiterbildung «Facilitating Change»  ab. Doch keine Angst – die ist machbar! Sie besteht aus:
– dem Verfassen eines Portfolios und
– einer 10 minütigen Präsentation des Portfolios.
Die Prüfung findet in Präsenz an der BFH statt . Unkostenbeitrag CHF 400.–
3. Ihr besucht den FK Prozessgestaltung in Gesundheitsorganisationen mit Design Thinking, März – Juni 2022 an der BFH (7Tage)

Das gesamte Programm führt zum Weiterbildungstitel CAS Changeprozess in Gesundheitsunternehmen facilitativ begleiten mit 12 ECTS. Dieses wird als Hochschulweiterbildung national und international anerkannt.

Zugegeben – klingt etwas aufwendig, ist jedoch interessant für Facilitator*innen, die einen Weiterbildungstitel nutzen und/oder den Hochschulkarriereweg weiter verfolgen möchten.

– Masterclass und Seminare –
Unter anderem durch die Corona-Zeit sind die virtuellen und hybriden Wege der Aus- und Weiterbildungen salonfähig geworden 😀. Wir bieten in Kooperation mit der School of Facilitating zwei virtuelle Weiterbildungen an:

Doch wir hoffen auch, dass die Seminare f2f weiterhin möglich sein werden.

  • Am 31. August 2021 findet das Tagesseminar «Spiral Dynamics» für alle, die dieses Thema vertiefen und alltagstauglich machen wollen, statt.
  • 1x im Monat – nächster Termin 24. August 2021 – gibt es weiterhin das Angebot der «Feldarbeit» bei dem es darum geht, Fallbeispiele aus der Praxis anzuschauen und un mit dem Ansatz der Feldarbeit (Arny Mindell) zu bearbeiten.
  • Am 25. / 26. September 2021 findet das nächste Wochenendseminar zum Thema «Tiefenprozessarbeit» statt, für alle, die sich mit ihren alten Verhaltensmustern auseinander setzen und diese ändern wollen, statt.

Eine Übersicht des vollständigen Angebotes findet ihr hier.

UBUNTU-TREFFEN

Save the Date!
Über das erste Ubuntu-Treffen haben wir an dieser Stelle schon berichtet. Das nächste Treffen findet am 4. Dezember 2021 in Bern im Haus der Religionen statt.
Wir laden alle Facilitator*innen herzlichst dazu ein! Es erwartet euch ein spannendes Programm und ein kreativer Austausch mit anderen Facilitator*innen.

Was bedeutet Ubuntu?

Ubuntu – das bedeutet so viel wie Menschlichkeit. Insbesondere meint Ubuntu, dass der Mensch nicht in Isolation leben kann. In dem Wort steckt etwas von Vernetzung. Als Mensch kann man nicht nur für sich leben. Und wenn man diese Gabe, nämlich Ubuntu hat, dann ist man bekannt für seine Großzügigkeit.

Viel zu oft sehen wir uns nur als Individuen, die getrennt voneinander leben. Dabei sind wir alle verbunden und was ein Einzelner tut, betrifft die ganze Welt. Wenn man seine Sache gut macht, dann breitet sich das auf die gesamte Menschheit aus. (Erzbischof Desmond Tutu)

Eine afrikanische Wiedergeburt

Das Wort «Ubuntu» hat seine Wurzeln gleich in mehreren der zahlreichen Bantusprachen, die in Südafrika verbreitet sind und bezeichnet eine klassische afrikanische Philosophie. Im Kern handelt es sich um eine ethische oder humanistische Ideologie, die sich auf die Notwendigkeit der Einheit und der Abkehr von nur sich selbst nützenden Bräuchen und Praktiken beruht. All dies soll den Menschen dabei helfen, sich weiterzuentwickeln, in Frieden zu leben und vor allem erfolgreich zu sein.
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Eine positive Ideologie

Ubuntu verkörpert ein Konzept, nach dem es sich zu streben lohnt. So wie die Menschen miteinander verbunden sind, sei es auf sozialer, politischer oder sonstiger Ebene – so betreffen unsere Taten auch unsere Mitmenschen. Ubuntu sieht genau das und zeigt, wie wir uns moralisch richtig verhalten sollten, im Sinn des Allgemeinwohls, da alles und egal was wir tun auch Konsequenzen auf die Menschen um uns herum hat.

Wie Erzbischof Desmond Tutu sagt: «Eine Person ist eine Person durch andere Personen». (umuntu ngumuntu ngabantu).

Ubuntu an anderen Orten

Ubuntu ist nicht nur in Südafrika sondern in den meisten afrikanischen Ländern bekannt: So heißt es «Obuntu» in Uganda und Tanzania, «Unhu» in Zimbabwe; der Name ändert sich geringfügig, aber die Auffassung bleibt weitestgehend dieselbe.

Passend zu seinen Eigenschaften bezüglich Verbindungen ist Ubuntu außerdem der Name eines beliebten Betriebssystems für Computer. Gleichermaßen wurde der Begriff auf beinahe flapsige Weise in die Popkultur aufgenommen; als eine Möglichkeit ein Produkt zu verkaufen oder zu vermarkten. Im Allgemeinen wird das lediglich als billiger Trick belächelt, der eigentliche Sinn von Ubuntu darf dabei nie in Vergessenheit geraten.

Ubuntu besagt nicht, dass man sich nicht bereichern darf, aber man soll die eigene Bereicherung als etwas ansehen, das auch anderen zu Gute kommt. 

Quelle: https://kapstadtmagazin.de/was-ist-eigentlich/was-ist-eigentlich-ubuntu/125_22_17348

 

 

 

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