{"id":6736,"date":"2024-11-26T11:45:52","date_gmt":"2024-11-26T10:45:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kreativeloesungswege.ch\/?page_id=6736"},"modified":"2024-11-26T11:45:52","modified_gmt":"2024-11-26T10:45:52","slug":"protokoll-engagierte-praesenz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kreativeloesungswege.ch\/en\/protokoll-engagierte-praesenz\/","title":{"rendered":"Protokoll Engagierte Pr\u00e4senz"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;Testimonials&#8220; _builder_version=&#8220;4.22.1&#8243; background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; background_color_gradient_direction=&#8220;126deg&#8220; background_enable_image=&#8220;off&#8220; custom_margin=&#8220;0px||||false|false&#8220; custom_padding=&#8220;20px||20px||true|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row module_id=&#8220;engagierte_praesenz&#8220; _builder_version=&#8220;4.22.1&#8243; custom_padding=&#8220;20px||20px||true|false&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_font=&#8220;Assistant|600||on|||||&#8220; header_2_text_align=&#8220;center&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_3_line_height=&#8220;1.2em&#8220; header_6_font=&#8220;||||||||&#8220; text_text_color_tablet=&#8220;&#8220; text_text_color_phone=&#8220;&#8220; text_text_color_last_edited=&#8220;on|desktop&#8220; header_3_text_align_tablet=&#8220;&#8220; header_3_text_align_phone=&#8220;center&#8220; header_3_text_align_last_edited=&#8220;on|phone&#8220; header_3_font_size_tablet=&#8220;&#8220; header_3_font_size_phone=&#8220;&#8220; header_3_font_size_last_edited=&#8220;on|desktop&#8220; locked=&#8220;off&#8220; inline_fonts=&#8220;Assistant,Lato&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\">Was bedeutet engagierte pr\u00e4senz, Barbara Backhaus?<\/h2>\n<h3><span style=\"font-size: 18px; text-transform: uppercase;\">Veni Vidi violini: Ich kam, sah und vergeigte<br \/><\/span><span style=\"font-size: 18px; text-transform: uppercase;\">Der Podcast \u00fcber den Erfolg abseits der Wege<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-size: 18px; text-transform: uppercase;\"><\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_2_font=&#8220;Assistant|600||on|||||&#8220; header_2_text_align=&#8220;center&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.3em&#8220; header_3_line_height=&#8220;1.2em&#8220; header_6_font=&#8220;||||||||&#8220; header_2_font_size_tablet=&#8220;40px&#8220; header_2_font_size_phone=&#8220;40px&#8220; header_3_text_align_tablet=&#8220;&#8220; header_3_text_align_phone=&#8220;center&#8220; header_3_text_align_last_edited=&#8220;on|phone&#8220; locked=&#8220;off&#8220; inline_fonts=&#8220;Assistant,Lato&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><strong>Noemi Harnickell<\/strong>\u00a0Herzlich willkommen zu Veni Vidi Violini. Die heutige Folge ist ein bisschen anders als die \u00fcbrigen: barbara Backhaus stellt euch n\u00e4mlich ihre Weiterbildung \u00abEngagierte Pr\u00e4senz\u00bb vor, die ab Januar \u00fcber sieben Module stattfinden wird. Es ist eine Weiterbildung f\u00fcr Menschen in F\u00fchrungspositionen. Die sp\u00fcren An der Stelle geht es irgendwie nicht weiter. Barbara und ihr Kollege Rainer Pepper f\u00fchren die Teilnehmenden durch K\u00f6rperarbeit und Coaching zur\u00fcck in ihre Kraft und gebe dem Scheitern eine ganz neue Bedeutung. Scheitern muss nicht unbedingt Versagen hei\u00dfen. Scheitern kann auch ein wieder Aufstehen sein, ein nochmal von vorne versuchen. Ich w\u00fcnsche euch ganz viel Freude beim Zuh\u00f6ren Und wer wei\u00df, vielleicht sehen wir euch ja demn\u00e4chst im Kurs. Wir reden heute \u00fcber die engagierte Pr\u00e4senz. Kannst du einmal erz\u00e4hlen, worum es da genau geht?<\/p>\n<p><strong>Barbara Backhaus <\/strong>Engagierte Pr\u00e4senz ist eine Weiterbildung in sieben Modulen speziell f\u00fcr Menschen in Verantwortung. Das ist unser Begriff f\u00fcr Menschen in F\u00fchrungsverantwortung. Und diese Weiterbildung beginnt, wie gesagt, am 9. Januar 2025 und findet diesmal statt im Appenzell, im Hof Weissbad, eines der sch\u00f6nsten Hotels hier in der Schweiz. Du hast gefragt: Worum geht es in der Engagierten Pr\u00e4senz? F\u00fchrungsalltag gestaltet sich zunehmend komplex. Also das Thema der F\u00fchrungsverantwortung auf fachlicher Ebene geht immer mehr dorthin \u2026 F\u00fchrung von Systemen, also von Menschen, die in Beziehung miteinander stehen, und ist sehr schnelllebig. Von daher stehen F\u00fchrungsverantwortliche generell unter hohem Druck. Also sie m\u00fcssen immer sehr pr\u00e4sent und sehr engagiert sein. Von daher dieser Titel. Und es ist nicht so ganz einfach, in diese Pr\u00e4senz zu kommen oder in dieser Pr\u00e4senz dann auch zu bleiben. Wieso? Wir sind ja alle Produkte unter anderem auch unserer Erziehung, unseres Umfeldes, unseres Erlebens, unserer Gene. Und das pr\u00e4gt unsere Werte, unser Verhalten, unsere Glaubenss\u00e4tze. Viele dieser Glaubenss\u00e4tze, dieser Werte haben uns ja weitergebracht. Und Menschen in F\u00fchrungsverantwortung sind in der Regel recht erfolgreich \u2013 also erfolgreich sowohl beruflich als privat, sind in der Regel in einem guten sozialen Umfeld und doch merken diese Menschen immer mehr: Das, was mich dorthin gebracht hat, das, was mich erfolgreich gemacht hat, wird sehr oft jetzt zur Behinderung. Also diese Werkzeuge, diese Tools, das Verhalten, das bisher gereicht hat, das gut war, st\u00f6\u00dft jetzt an Grenzen. Und das hat sehr, sehr oft mit diesem gelernten Verhalten zu tun. Und in der engagierten Pr\u00e4senz gehen wir dieser Frage nach: Woher kommt dieses gelernte Verhalten? Ist es tats\u00e4chlich noch noch n\u00fctzlich? Bringt es Freude in mein Leben oder wird es immer mehr zum Hindernis?<\/p>\n<p><strong>Noemi Harnickell <\/strong>Hast du ein Beispiel daf\u00fcr, was ein solches gelerntes Verhalten sein kann?<\/p>\n<p><strong>Barbara Backhaus <\/strong>Also ein Beispiel f\u00fcr solch gelerntes Verhalten kann sein, wenn ich mich anstrenge, wenn ich mich gut informiere, wenn ich fachlich gut bin, meine Weiterbildung mache, dann bin ich erfolgreich. Wird ja durch unser Schulsystem nach wie vor auch gef\u00f6rdert. Also das Leben als als Einzelindividuum. Also es kommt auf meine Haltung an, es kommt auf meine Leistungsbereitschaft an, das ist sehr verbreitet nach wie vor unter F\u00fchrungsmenschen. Also wenn ich nur das richtige Tool habe, wenn ich mich anstrenge, dann kommt es schon gut. Und das stimmt leider nur bedingt. Wir Menschen sind ja emotional Beziehungswesen, sage ich mal. Also wir sind sehr von unseren Emotionen und um unser Bed\u00fcrfnis nach Zugeh\u00f6rigkeit geleitet. Und das ist allein \u00fcber Leistung nicht erreichbar, sondern da muss ich erreichbar bleiben, da muss ich meine zarten Seiten auch leben d\u00fcrfen. Da muss ich lernen, Nein zu sagen, ohne den Kontakt zu den anderen zu verlieren. Also abgrenzen allein gen\u00fcgt da nicht. Das kann oft in eine Vereinsamung f\u00fchren. Und auch \u2026 ich sage dem mal starre Leistungsbereitschaft, also mehr, besser, gr\u00f6\u00dfer bringt uns auf dem Gebiet kaum weiter. F\u00fchrungsmenschen sind heute sehr, sehr gefragt. Auch: Wie f\u00fchre ich ein System? Also System wird definiert jetzt in meinem Verst\u00e4ndnis, die Beziehung der Menschen untereinander bilden das System. Und was ist meine Aufgabe, mein Job in diesem System, in der Rolle der F\u00fchrungsperson? Und das erkl\u00e4rt sich dann schon, wenn ich dann leistungsbereit bin nur aus meinen Werten. Ich muss es machen, ich bin verantwortlich. Dann merkst du schon, das Thema des Kontaktes der Beziehung f\u00e4llt unter den Tisch. Und darum geht es dann in diesen sieben Modulen.<\/p>\n<p><strong>Noemi Harnickell <\/strong>Du hast vorhin gesagt, es geht ganz fest darum, dass man als F\u00fchrungsperson pr\u00e4sent ist und engagiert ist. Wie kommt man in diese Engagiertheit, in diese Pr\u00e4senz? Wie findet man da wieder hinein, wenn man das Gef\u00fchl hat, man hat den Draht irgendwie verloren?<\/p>\n<p><strong>Barbara Backhaus <\/strong>Du sprichst schon das Richtige an: Wenn ich das Gef\u00fchl habe, ich habe den Draht verloren. Genau darum geht es. Das Erste, und ich sage immer, dass schon 80\u00a0Prozent der Besserung, ist, ich muss es merken. Was hei\u00dft merken? Jedes Gef\u00fchl, jede Emotion hat einen k\u00f6rperlichen Marker. Und wir arbeiten in der engagierten Pr\u00e4senz immer auf der Ebene des K\u00f6rpers, dann der Empfindung oder des des Sp\u00fcrbewusstseins, auch der Gef\u00fchle und der Ratio, des Kopfes des Gelernten. Das sind so die drei Ebenen, die im Alltag immer ganz eng miteinander spielen, die wir gar nicht so auseinandernehmen. <span>Der K\u00f6rper, das Sp\u00fcren, ist das Schnellste. Das hei\u00dft, wenn ich sehr leistungsbereit bin, hat das eine k\u00f6rperliche Empfindung. Das kann sein, dass mein K\u00f6rper sehr in der Spannung ist. Es ist auf Sprung. Die Muskeln sind ein ganz klein, bisschen verh\u00e4rtet und und, und. Und wenn ich das nicht merke und dann zwischendurch auch wieder in eine angemessene Grundspannung, in eine Entspannung, die mir gut tut, aber nicht zum Erschlaffen f\u00fchrt, komme, ersch\u00f6pfe ich mich mit der Zeit. Das hei\u00dft, ich verh\u00e4rte immer mehr, nicht nur k\u00f6rperlich, sondern auch mental. Das kann sich darin \u00e4u\u00dfern, dass ich als F\u00fchrungsperson meine, ich w\u00fcsste, wie etwas geht, das die Mitarbeiter und jetzt nur im Widerstand sind. Also eine gewisse Empfindungslosigkeit. Und die gilt es, wie du gesagt hast, die gilt es zu bemerken und dann zu schauen: Was ist dahinter? Und das geschieht einerseits \u00fcber Reflexion, also durchaus rational, aber sehr oft auch und sehr begleitend auch \u00fcber die k\u00f6rperlichen Empfindungen. Also was sind meine Trigger, meine k\u00f6rperlichen Marker f\u00fcr die und jene Empfindung? Weil \u00fcber den K\u00f6rper kann ich es dann sehr viel schneller l\u00f6sen. Ich komme schneller ins Handeln als \u00fcber die reine Ratio. Das bleibt oft dann im Erkennen, aber der Schritt zum Handeln fehlt. Und in der engagierten Pr\u00e4senz geht es ja ums Handeln. Es geht nicht um Erkenntnis in dem Sinne, das geh\u00f6rt dazu. Aber Handeln macht dann doch den Unterschied. Es soll ja anders werden und hoffentlich auch besser, leichter, freudiger.<\/span><\/p>\n<p><strong>Noemi Harnickell <\/strong><span>An welcher Stelle kommen die Leute dann zu dir? Sind die schon so weit, dass sie schon erkannt haben, da stimmt was nicht? Oder sind doch an einem Punkt, wo sie gar nicht verstehen, dass etwas nicht stimmt?<\/span><\/p>\n<p><strong>Barbara Backhaus <\/strong><span>Nein, es sind vor allen Dingen die, die du als erste genannt hast. Die, die merken, irgendetwas stimmt jetzt nicht. Ich bin vielleicht zunehmend ersch\u00f6pft. Die Freude fehlt, wenn ich morgens aufstehe. Hab gar nicht so eine Lust. Ich versuch immer mehr, immer besser, aber es kommen immer mehr Schwierigkeiten. Also es sind schon Menschen, die sagen, so wie ich es bisher gemacht habe, ich wei\u00df zwar nicht, was los ist, aber irgendetwas ist nicht, ist nicht gut und ich m\u00f6chte mir die Zeit nehmen.\u00a0 Durchaus auch zeitaufwendiges Unterfangen. Ich m\u00f6chte mir die Zeit nehmen, weil ich bin auch begeisterte F\u00fchrungskraft oder ich mach das grunds\u00e4tzlich gern, aber ich merk, wenn es so weitergeht, dann ersch\u00f6pfe ich mich oder bin schon ersch\u00f6pft. Die Arbeit, der Output f\u00fcr die Organisation, ist auch nicht mehr gut. Dieses lasche Gef\u00fchl, ich k\u00f6nnt&#8217;s auch furchtbar in den Sand setzen. Also irgend so ein Sand im Getriebe, der zunimmt.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Noemi Harnickell <\/span><\/strong><span>Aber es ist schon eine gewisse Reflektiert heit da, die Leute erkennen schon, dass sie an sich arbeiten wollen und das auch m\u00fcssen. Sie sind nicht an dem Punkt, wo sie die Fehler ganz auf andere abschieben.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Barbara Backhaus <\/span><\/strong><span>Ne, absolut. Also das hatte ich auch zu Anfang gesagt. Das sind ja jetzt Menschen, die durchaus erfolgreich sind. Also ich kann mit Freude sagen, ich arbeite vor allen Dingen mit wirklich freundlichen, sehr reflektierten Menschen zusammen. Und das braucht es auch, diese Freundlichkeit zu sich selbst. Sonst mache ich diesen Weg nicht. Ich sage jetzt nicht, &#8222;Ha, interessiert mich, was noch so alles ist&#8220; \u2013 das gen\u00fcgt dann doch nicht, weil unser Ego, das ja \u00fcber Jahre und Jahrzehnte auch diese Werte, diese Glaubenss\u00e4tze aufgebaut hat, dass zum Beispiel Leistung uns weiterbringt und zwar nur Leistung, das m\u00f6cht ja auch bleiben. Das f\u00e4ngt ja an, sich zu wehren und von daher ist das schon ein Schritt, zu dem muss ich mal irgendwie, auch wenn ich nicht wei\u00df, was jetzt genau kommt, ja gesagt haben. Sonst.Sage ich nach dem ersten oder zweiten Modul, nein, ich m\u00f6chte das nicht. Deswegen machen wir auch immer erst Gespr\u00e4che. Also sind tats\u00e4chlich fast handverlesene Gruppen, weil ich habe sehr viel Achtung vor dem Einsatz, den diese Menschen bringen, die in diese Weiterbildung gehen. Das ist ein hoher pers\u00f6nlicher finanzieller zeitlicher Aufwand, den ich wie gesagt sehr achte und auch nicht m\u00f6chte, dass dort etwas verschleudert wird. Es soll ja allen etwas bringen. Also es geht jetzt nicht darum: Hey, noch mal ein Zertifikat, das ich mir an die Wand h\u00e4ngen kann. Es soll den Unterschied machen hinterher. Es soll ins Handeln kommen und es soll den Menschen, die sich auf diesen Weg begeben, auch mehr zu sich f\u00fchren. Und sonst bitte lassen. Also das rein, hey, ich habe geh\u00f6rt, das ist was Tolles und ich guck jetzt mal \u2013 das gen\u00fcgt leider nicht. Wir bleiben von daher auch unserem Grundsatz treu. Wenn ich &#8222;wir&#8220; sage, das ist mein Kollege Rainer Perv\u00f6ltz und ich, wir bleiben dem Grundsatz treu: acht bis zehn Menschen pro Gruppe. Das sind kleine, exklusive Gruppen. Da l\u00e4sst sich dann aber auch so eine intime Tiefenarbeit, Tiefenprozesse lassen sich in Kleingruppen dann gut durchf\u00fchren. Von daher, auch in der Vorbereitung lassen wir sehr viel Sorgfalt walten. Sind das die Menschen, mit denen auch wir ein Jahr jetzt gemeinsam verbringen wollen? Das ist ja durchaus von uns auch als Begleitung ein Einsatz da. Also wir sind auch ganz da, wir wir gehen mit. Es ist jetzt nicht einfach nur das Gesch\u00e4ftsmodell. Also das w\u00fcrde uns, glaube ich, auch nicht in die Tiefe f\u00fchren. Das das bringt jetzt nicht.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Noemi Harnickell <\/span><\/strong><span>Du hast vorhin einen ganz spannende Punkt angesprochen: der K\u00f6rper und der Geist, die aufeinander reagieren. Wenn mein Geist sich versteift, versteifen sich vielleicht auf meine Schulter, aber ich sp\u00fcre das physisch. Wenn psychisch was nicht stimmt, hast du das vielleicht ein bisschen n\u00e4her erkl\u00e4ren, wie das genau was da genau der Ablauf ist?<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Barbara Backhaus <\/span><\/strong><span>Also ganz genau jetzt physiologisch und psychologisch kann ich das nicht. Ist auch hochkomplex. W\u00fcrde glaube ich auch einen Podcast sprengen. Grunds\u00e4tzlich ist es so, dass wir den K\u00f6rper von unseren Gedanken, unseren Gef\u00fchlen selbstverst\u00e4ndlich und umgekehrt auch nicht trennen k\u00f6nnen. Die Neurowissenschaften in den letzten 25, 30 Jahren haben ja wahnsinnige Erkenntnisse da auch hervorgebracht. Also dass man heute auch durchaus mit bildgebenden Verfahren messen kann, was passiert denn eigentlich im Gehirn, wenn ich an schwierige Sachen denke? Was passiert, wenn ich an freudige Sachen denke? Grunds\u00e4tzlich ist es so, dass ich \u00fcber den K\u00f6rper sehr stark Einfluss nehmen kann auf mein inneres Empfinden. Und der Volksmund kennt das ja auch. Wenn ich sehr aufgeregt bin, dann sagen wir auch: Atme tief durch. Also Bauchatmung. Zum Beispiel wei\u00df man, dass das auf die Vagussbremse aus auf den Parasympathikus wirkt, also mein physiologisches System, mein biologisches System beruhigt. Und in der Body-Brain-Connection geht es eigentlich darum, diese Mechanismen bewusster zu machen und auch zu nutzen. Wir greifen dazu auf einerseits neurowissenschaftliche Forschung der letzten 25, 30 Jahre zur\u00fcck, aber auch auf Tools, wie es im Aikido, also in asiatischer Kampfkunst, schon seit Jahrtausenden oder Jahrhunderten gelehrt wird. Also wo es mehr so empirisches Wissen, also Erfahrungswissen ist. Und das streut halt sehr. Das macht den Teilnehmenden auch viel Spa\u00df. Also wir bewegen uns auch viel. Wir arbeiten zum Beispiel mit Holzschwertern, was immer sehr lustig ist, aber auch sehr zu zu so eigenen Wertvorstellungen dann hinf\u00fchrt. Es geht um Selbsterm\u00e4chtigung, also zu sp\u00fcren, wenn ich bei mir bin, dass mich drei Menschen, die gr\u00f6\u00dfer und st\u00e4rker sind als ich, nicht heben k\u00f6nnen, also vom Stuhl nicht aufheben k\u00f6nnen, das sind so Techniken aus dem Aikido. Wie gesagt, das ist schon einen Game Changer, in diese Selbstwirksamkeit auf einer sehr klaren Erfahrungsebene zur\u00fcckgreifen zu k\u00f6nnen, das ist schon eine tolle Sache. Und das koppeln wir dann eben mit Reflexion. Das geh\u00f6rt immer dazu, mit Geschichten, die dann aufsteigen. Also jegliche \u00dcbung, jegliche Erfahrung, die ich k\u00f6rperlich mache. Da kommt irgendeine Geschichte, Erinnerung auch hoch. Die schauen wir dann an und gehen dann auch wieder \u00fcber neue k\u00f6rperliche Erfahrung in neue Erfahrung, in andere Erfahrung, die dann die die alten, bisher gelernten Erfahrungen, die heute nicht mehr n\u00fctzlich sind, ersetzen soll. Das braucht dann \u00dcbung, das braucht auch Begleitung, das braucht die Gruppe auch. Also eine Gruppe, die mich dann auch h\u00e4lt, wenn es nicht so gut l\u00e4uft. Wir initiieren auch immer Tandem-lernen. Also dass ich einen Buddy hab w\u00e4hrend der sieben Module, w\u00e4hrend des Jahres, mit dem ich mich austauschen kann. Und so mit dieser mehrstufigen Begleitung klappt das eigentlich sehr gut. Und die Gruppen, die wir bisher begleitet haben \u00fcber die letzten 10 bis 15 Jahre, die sind teilweise auch heute noch zusammen. Das sind dann sehr starke Gemeinschaften, die sich \u00fcber Jahre st\u00fctzen, was sehr freundschaftlich dann auch wird und wieder dem emotionalen Beziehungswesen, das wir als Menschen sind, wie ich gesagt hab, auch nutzt.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Noemi Harnickell <\/span><\/strong><span>Das ist ja auch was unheimlich Intimes in einer solchen Gruppe diese Geschichten wach werden zu lassen und die dann erz\u00e4hlen, die auch k\u00f6rperlich zu sp\u00fcren und diese ganzen Zeugen dabei zu haben.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Barbara Backhaus <\/span><\/strong><span>Absolut, absolut. Also von daher ist das auch eine Regel, das, was in der Gruppe passiert, bleibt in der Gruppe, das ist klar. Das sind ja auch sehr verletzliche Dinge, die dann erz\u00e4hlt werden. Und deswegen auch die Inszenierung \u00fcber drei N\u00e4chte zusammen zu sein, also von Donnerstagabend oder sp\u00e4ten Nachmittag bis Sonntag Mittag und da auch Gemeinschaft zu erleben. Und deswegen auch die Idee, im \u00c4u\u00dferlichen wunderbar versorgt zu werden, wie jetzt im Hof Weissbad im Appenzell. Also dass man da auch einen Rahmen hat, wo ich mich niederlassen kann f\u00fcr kurze Zeit. Und der gesch\u00fctzt ist.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Noemi Harnickell<\/span><\/strong>\u00a0<span>Es hat ja auch was Sch\u00f6nes an sich, ein sch\u00f6ner Ort. Es gibt Massagen und Spa und es gibt die ganze wundervolle Appenzeller Natur ringsherum. Ich glaube, erst diese ganzen Rahmenbedingungen, die du beschreibst, ist elementar, um \u00fcberhaupt einen solchen Prozess durchlaufen zu k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Barbara Backhaus<\/span><\/strong>\u00a0<span>Ja, ich glaube auch, dass wir das gar nicht oft genug lernen k\u00f6nnen, auch freundlich und sorgsam mit uns zu sein und uns auch auf diese Art zu verw\u00f6hnen. Diese Rahmenbedingungen sollen auch wertsch\u00e4tzend sein f\u00fcr das, was diese Menschen dort eingeben. Das braucht ja auch einen gewissen Mut zu sagen, ich schaue mir Sachen an.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Noemi Harnickell <\/span><\/strong><span>Die drei Tage, die beschrieben hast, das ist jedes Modul, oder? Jedes Modul hat drei drei \u00dcbernachtungen.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Barbara Backhaus <\/span><\/strong><span>Ja. Drei \u00dcbernachtungen in dem Rahmen, wie ich gesagt hab, Donnerstag sp\u00e4ten Nachmittag bis Sonntagmittag.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Noemi Harnickell <\/span><\/strong><span>Und ich stelle mir vor, dass es das auch braucht. Also dass man vielleicht diesen ersten halben Tag auch braucht, um wieder anzukommen und in diese Intimit\u00e4t hineinzuwachsen.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Barbara Backhaus <\/span><\/strong><span>Ja, ja, in der Regel ist es so, dass der die Abendveranstaltung am Donnerstag wirklich genutzt wird, um anzukommen. Die Menschen, die teilnehmen, kommen ja aus dem Arbeitsleben, aus einem ganz anderen Hintergrund. Die Anfahrt ist schon mal ganz gut, wir sind immer ein bisschen abseits. Also man kann nicht direkt in irgendeiner Stadt einfach nur ein paar Stra\u00dfen wechseln, sondern man braucht eine gewisse Zeit, um anzukommen. Das tut schon gut. Dann der Empfang, also man isst erst miteinander und dann schaut man: Wo stehen die einzelnen Menschen? Und dann geht man ins Bett und am n\u00e4chsten Tag f\u00e4ngt es dann an.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Noemi Harnickell <\/span><\/strong><span>Die Leute, die da kommen, haben die bestimmte Ziele, wo sie am Ende des Kurses stehen wollen? Wie sehr variiert das und wie nah k\u00f6nnen sie diesem Ziel kommen? Oder was sind vielleicht auch realistische Ziele?<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Barbara Backhaus <\/span><\/strong><span>Wir machen eine kurze Erhebung, bevor Sie kommen. Also k\u00f6nnen wir ausf\u00fcllen, weshalb m\u00f6chte ich das machen? Was sind so meine Themen? Und in der Regel ist der Weg dann immer ganz anders, als sie sich vorgestellen. Aber sie kommen mit den Zielen, also klarer zu sein. In der Regel hat es was zu tun \u2026 konfliktf\u00e4higer, nicht mehr so gestresst, wieder mehr bei sich zu sein. In der Regel erreichen Sie diese Ziele aber auf eine ganz andere Art, als Sie denken. Wir kommen ja immer mit gewissen Vorstellungen und die werden sehr bedingt nur erf\u00fcllt. Selbstverst\u00e4ndlich, kann ja auch nicht, weil es geht ja darum, alte Glaubenss\u00e4tze und Vorstellungen zu ersetzen, neu zu codieren. Von daher ist es hoffentlich am Ende anders, als man sich am Anfang vorgestellt hat. Sonst machen wir unseren Job nicht gut.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Noemi Harnickell<\/span><\/strong>\u00a0<span>Der hast vorhin gesagt, du machst es ja schon seit 10, 15 Jahren. Hast du da jemals Zwischenbilanz ziehen k\u00f6nnen? Wie geht es den Leuten innerhalb dieser zehn Jahre nach dem Kurs? Konflikte gehen ja nicht weg. Als Mensch f\u00e4llt man ja auch mal zur\u00fcck in alte Muster. Hat sann vielleicht mehr Ressourcen, um schneller rauszufinden. Aber was ist so das Zwischenfeedback, was du von Leuten bekommst?<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Barbara Backhaus<\/span><\/strong>\u00a0<span>Ich habe viel Kontakt zu fast allen Teilnehmenden und es ist so, wie du sagst. Das ist nat\u00fcrlich drei Schritte vor einen zur\u00fcck, dann geht&#8217;s mal nur vorw\u00e4rts. Dann gibt es einen Standpunkt. Aber das Erleben, es kann anders sein, geht ja nicht verloren. Und das ist ja auch gespeichert. Und dann die Kontakte innerhalb der Gruppe, die werden in der Regel auch wahrgenommen und von daher sind die Feedbacks gut. Das hei\u00dft, so ein Prototyp von dem Feedback ist, es ist immer noch chaotisch und schwierig. Doch ich kann es von einer anderen Seiten her sehen. Ich komm schneller raus. Ich wei\u00df, wen anrufen. Ich. Und das, was sich unisono durchzieht, ist, ich kann aus dem Drama aussteigen, weil ich wei\u00df, es ist eine dramatische Inszenierung und ich habe die Entscheidungsfreiheit. Und manchmal dauert der Ausstieg ein bisschen l\u00e4nger, manchmal ist er sofort. Doch in der Regel, ich kann aussteigen und das ist so erleichternd und bringt alles auf ein ganz anderes Level.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Noemi Harnickell <\/span><\/strong><span>Das nimmt einem ja auch die gro\u00dfe Angst, irgendwo scheitern zu k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Barbara Backhaus <\/span><\/strong><span>Ja, oder das Scheitern, das sogenannte Scheitern wird ganz anders konnotiert. Also Scheitern ist nicht Versagen auf der ganzen Linie, sondern Scheitern ist mehr, tats\u00e4chliches fast das Lernen oder so, was jetzt vielleicht von dem Schmerz nichts nimmt oder es ist ja nicht sch\u00f6n, aber nochmal: Dieses ungeheuer Dramatische. Geht verloren. Es kann sein, wenn Beziehungen zum Beispiel auseinandergehen, der Schmerz ist da, aber ich wei\u00df, ich kann den zulassen. Und das wird sich ver\u00e4ndern. Es \u00e4ndert sich eigentlich scheinbar wenig und dann doch alles. Und das ist die R\u00fcckmeldung, die ich immer wieder bekomme. Also es ist doch viel mehr Humor drin. Freundlichkeit. Es wird um vieles friedvoller. Und das Thema der Selbstwirksamkeit steht so im Mittelpunkt. Ich bin wirksam. Ich bin nicht einfach nur als hilfloses R\u00e4dchen oder von au\u00dfen gesteuert, sondern ich bin wieder Herr oder Herrin in meinem Leben auf ganz freundlich sorgsame Art. <\/span><\/p>\n<p><strong><span>Noemi Harnickell <\/span><\/strong><span>Und ich kann mir vorstellen, dass es auch sehr best\u00e4tigend ist zu wissen, dass man eine Macht, eine Handlungsmacht hat. Und gerade als F\u00fchrungsperson, denke ich, gibt es wenig, was ern\u00fcchternder ist, als zu erkennen, dass es einen eigentlich nicht braucht. Oder das Gef\u00fchl zu haben, dass man ja gar nicht f\u00e4hig ist, oder? Dass die Angestellten, die Mitarbeitenden das lieber ohne einen machen wollen. Und ich glaube, an diese Kraft zu kommen, zu sp\u00fcren, doch, es braucht mich in der Funktion.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Barbara Backhaus <\/span><\/strong><span>Genau. Es braucht mich in der Funktion und es braucht mich in einer ganz anderen Art, als ich bisher dachte. Es hat mit, ich sage es mal so, dieser allgemeinen Definition von Macht wenig zu tun. Es geht nicht mehr um Manipulation oder so, es geht vielmehr um das gro\u00dfe Ganze. Was ist mein Job hier? Also Job in einem tieferen Sinne. Und das ist dann merkw\u00fcrdigerweise viel unabh\u00e4ngiger von \u00e4u\u00dferen Rollen, sondern ich mach das, wof\u00fcr ich gedacht bin. Und dann ist auch die Kraft da. Es kommt nicht zu diesen Burnout-Geschichten, zu dieser endlosen Ersch\u00f6pfung, sondern der tiefe Sinn, ich habe den roten Faden in meinem Leben wieder. Das l\u00e4uft selbstverst\u00e4ndlich nicht immer gradlinig. Der schlenkerte hin und her. Das darf er auch. Und nochmals: Ich bin jetzt ein bisschen redundant, letztendlich ist das Ausstieg aus dem Drama. Es ist die Verr\u00fccktheit des Lebendigen, aber auch die Kraft des Lebendigen, das immer evolution\u00e4r ist. Lebendiges ist immer evolution\u00e4r. Es geht immer weiter. An dieser Kraft docken die Teilnehmenden wieder an, es geht weiter. Es ist gerade verr\u00fcckt. Ich verstehe es nicht, aber ich muss es auch nicht verstehen. Ich vertrau dem Prozess des Lebens. Also so ein tiefes Selbstvertrauen wird wieder wach, das wir ja alle haben, das jedes Kind hat und dass wir dann im Laufe des Lebens oft verlieren. Und an das docken sie wieder an und das ist nat\u00fcrlich total sch\u00f6n. <\/span><\/p>\n<p><strong><span>Noemi Harnickell <\/span><\/strong><span>Aber ich glaube, diese Kraft zu sp\u00fcren, das ist ja etwas, was unheimlich viel Mut auch gibt und was eine Hoffnung gibt, \u00fcberhaupt weiterzumachen. <\/span><\/p>\n<p><strong><span>Barbara Backhaus <\/span><\/strong><span>Absolut, absolut. Ja, jetzt ein gro\u00dfes Wort, man ist an seinem Sinn des Lebens pl\u00f6tzlich wieder dran. Und der zeigt sich nat\u00fcrlich ganz unterschiedlich. Das wei\u00df ich ja auch nicht bei anderen, das kann ich f\u00fcr mich entdecken und kann dort immer wahrhaftiger und ehrlicher mit mir werden. Und dann entfaltet sich das Leben so Ich muss gar nicht mehr so viel managen, es entfaltet sich tats\u00e4chlich. <\/span><\/p>\n<p><strong><span>Noemi Harnickell <\/span><\/strong>H<span>at es denn jemals Leute gegeben, die zu dem Kurs kamen und gemerkt haben, Hey, ich bin gar keine F\u00fchrungskraft oder Ich will gar nicht in dieser F\u00fchrungsposition sein? Vielleicht will ich ja ein anderes Rad sein in diesem System?<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Barbara Backhaus <\/span><\/strong><span>Absolut ja. Also das kann sein. Wenn ich das entdecke und merke, ich bin aus gelernten Glaubenss\u00e4tzen jetzt wirklich in der absolut falschen Rolle und dann ist auch der Mut da und es entfaltet sich da auch wieder ein neuer Weg und dann ist es auch nicht dramatisch. Also wir hatten F\u00fchrungskr\u00e4fte, die dann gesagt haben, ich bereit das jetzt vor, ich gebe meine F\u00fchrungskraft auf, ich mach das sorgsam, ich lass mir ein Jahr, anderthalb, zwei Zeit \u2013 und die dann das vollkommen anders gemacht haben. Also sowohl aus dem Fachbereich ausgestiegen noch sonst was, die vollkommen andere Lebensabschnitte gegangen sind, aber mit einer gewissen Sorgsamkeit. Also die haben dann ihre Leute nicht einfach allein gelassen, sondern wie gesagt vorbereitet, dass das weiterlaufen kann und dann wirklich gut Abschied genommen. Wir haben wenig in den gut 15 Jahren, wo Rainer und ich das jetzt machen, hatten wir zwei Teilnehmende, die ausgestiegen sind, also die dann diesen Schritt nicht machen konnten. Dann haben wir auch viel gelernt, also von Thema Abschied nehmen, das war durchaus schmerzhaft auch anzusehen, wie sie wieder von sich wegging und und pl\u00f6tzlich zu merken, auch da k\u00f6nnen wir gar nichts machen. War aber auch heilsam. F\u00fcr uns sind gut 100 Menschen, die wir jetzt durch begleitet haben, wo ich sage, das geht so, jeder in seiner Form des erfolgreichen Lebens. Deswegen macht uns das ja auch so Freude. Es sind tolle Kurse, es ist eine Herzensangelegenheit f\u00fcr uns und wir k\u00f6nnen es uns leisten, weil wir sonst noch Gesch\u00e4fte haben, die uns ern\u00e4hren. Also wir sind nicht mal abh\u00e4ngig davon, dass uns diese Kurse ern\u00e4hren und das bringt schon eine Wahnsinnsruhe rein, das muss ich sagen. Und wir k\u00f6nnen auch nicht mit 20 Leuten das machen, Das k\u00f6nnen vielleicht andere. Wir k\u00f6nnen es nicht, weil es diese Konzentration auf dieses Mitgehen \u2026 und f\u00fcr mich sind 8 bis 10 Leute die oberste Grenze dann tats\u00e4chlich. Sonst kriege ich sie nicht mehr mit.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Noemi Harnickell <\/span><\/strong><span>Du willst als Begleiterin auch nah dran sein.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Barbara Backhaus <\/span><\/strong><span>Genau. Und da gibt es sicher andere, die das anders machen auf jeden Fall. Ich will auch gar nicht sagen, das ist ein Must. Ich kann jetzt ja nur von mir sprechen oder das, was Rainer und ich machen. Und wir m\u00f6chten es eigentlich so behalten, weil wir merken, da sind wir auch in einem Status f\u00fcr diese drei Tage, wo wir gut da sein k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n<p><strong><span>Noemi Harnickell <\/span><\/strong><span>Gibt es f\u00fcr dich irgendwelche Dinge, auf die du dich sehr freust jedes Jahr?<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Barbara Backhaus <\/span><\/strong><span>Ich freue mich immer auf den Beginn, der sehr spannend ist. Und dann freue ich mich wirklich jedes Mal, wenn wir\u2026 weil es wird ja, es ist immer spannend und es tut mir immer ein bisschen weh, wenn es schon zu Ende ist. Obwohl ich wei\u00df, wenn man es weiterf\u00fchrt, wird es sicher nicht besser. Und man muss dann auch mal sagen, jetzt ist gut und jetzt laufen und so, aber der Beginn ist immer das, wo ich eigentlich am aufgeregtesten bin. Ich mag das so Beginne, so ein Start. Das mag ich halt sehr. Dadurch, dass man auch so nah miteinander ist und wirklich dann auch in so einem Flow ist und miteinander schafft. Und manchmal ist es hart und dann flie\u00dft das wieder. Das verbindet nat\u00fcrlich sehr und dann ist das Jahr dann zu Ende ist oder siebte Modul, ist immer auch ein bisschen so dieser Abschiedsschmerz und das finde ich auch gut. Dann denke ich auch, dann haben wir was Gutes gemacht, wenn es auch so ein bisschen weh tut, dass man nicht jetzt Tsch\u00fcss sagen muss. <\/span><\/p>\n<p><strong><span>Noemi Harnickell <\/span><\/strong><span>Das ist eigentlich ja sch\u00f6n, wenn man etwas hat, das einem weh tut, aufgeben zu m\u00fcssen.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Barbara Backhaus <\/span><\/strong><span>Ja, aber auch gern. Also ich wollte jetzt niemanden da noch einen Kurs und noch einen Kurs \u2026 daf\u00fcr bin ich gar nicht, sondern dann kann man lieber in einem anderen Kontext wieder zusammenfinden, denn es sind ja auch sind alles selbstst\u00e4ndige Menschen. Also der Link ist ja angegeben. Ich vermittle gern an Menschen, die das schon gemacht haben und ich w\u00fcrde mich freuen, wenn das weiter Verbreitung findet. Wir haben jetzt immer wieder Anfragen und f\u00fchren das auch durch, dass wir so Deep Dive Sachen in den Organisationen noch machen, was sehr mutig ist von Organisationen. Also das Thema ist da. Das war&#8217;s vor 15, 20 Jahren noch viel weniger bis gar nicht. Also heute sto\u00dfe ich auf viel, viel offenere Ohren und viel, viel begeistertere Menschen auch f\u00fcr dieses Thema. Meldet euch, wenn es Rainer und ich nicht sind, wir haben ein gro\u00dfes Netzwerk. Es gibt sich auch andere Formen des Deep Dives, wo wir Ideen haben, Kollege,n Kolleginnen, die es etwas anders machen. Uns ist es ein Anliegen, dass das immer mehr in die Organisationen kommt, weil meine Erfahrung jetzt \u00fcber manches Jahrzehnt ist, wenn Menschen in Verantwortung, die immer auch in der Vorbildfunktion sind, bei sich sind, engagiert in der Klarheit, in der Pr\u00e4senz sind, l\u00e4uft es so viel einfacher in den Organisationen. Es ist so viel erfolgreicher mit weniger Regeln und viel mehr Freude. Es lohnt sich auf jeden Fall.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Noemi Harnickell <\/span><\/strong>Veni Vidi Violini ist eine Produktion der kreativen L\u00f6sungswege Bern. Ihr findet alle Folgen auch online auf www.kreativeloesungswege.ch. Wenn euch dieser Podcast gef\u00e4llt, dann folgt uns und empfehlt ihn gerne weiter. Vielen Dank f\u00fcrs Zuh\u00f6ren und bis zur n\u00e4chsten Mal.<\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<h4><\/h4>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was bedeutet engagierte pr\u00e4senz, Barbara Backhaus? Veni Vidi violini: Ich kam, sah und vergeigteDer Podcast \u00fcber den Erfolg abseits der Wege Noemi Harnickell\u00a0Herzlich willkommen zu Veni Vidi Violini. 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