Consulting

Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel, der klassische 8-Stunden-Tag ist womöglich schon ein Auslaufmodell. Dass es dank Digitalisierung und Umdenken auch anders geht, zeigen immer mehr tolle Beispiele aus der Unternehmenswelt – auch wenn Deutschland noch lange nicht so weit ist wie zum Beispiel Schweden. 

TV Tipp: Facilitating im Fernsehen am 23.07. im SWR Fernsehen

Mehr Informationen dazu hier

 

Zugegeben - der Kommentar ist nicht so leicht zu schlucken, auch wenn er nun wirklich nicht stimmig ist. Da hilft nur leises Rückwärtszählen und freundlich im Kontakt bleiben 🙂

Facilitating zu erklären bleibt oft ein schwieriges Unterfangen. Überzeugen tut dieser Ansatz der Organisationsentwicklung oft nur über die damit gemachten Erfahrungen. Facilitating ist ein stiller und leiser Ansatz und nichts für Experten, die gern im Rampenlicht stehen oder Klienten, die die schnelle Lösung, möglichst ohne grossen Aufwand («Auf keinen Fall was mit Spüren») suchen.

Meine Kollegin Jutta Weimar aus Berlin hat dazu einen lesenswerten Artikel geschrieben, den Sie hier gern nachlesen können. Ergänzend zu ihren Ausführungen würde ich Fragestellern auch die Beschäftigung mit der Theorie U ans Herz legen.

Gern können Sie auch eins unserer Trainings buchen, um diesen Ansatz zu erleben 🙂

 


 

2018/2019 erfolgreicher Start dreier Supervisionsgruppen.

Die Gruppen arbeiten 4-6x jährlich für 5 Stunden intensiv an Themen aus ihrem Arbeitsalltag. Dabei werden sie von Barbara Backhaus begleitet. im Mittelpunkt steht die Reflexion vor dem Hintergrund der facilitativen Haltung und die Anwendung des facilitativen Handwerkzeugs.
Die Gruppengrösse ist auf 4 TeilnehmerInnen beschränkt.

Zur Zeit sind die Gruppen ausgebucht.

Interessiert an dieser Arbeit?  Kontaktieren Sie uns.


 

Der Facilitator unterstützt und «erleichtert» Changeprozesse in Unternehmen und Organisationen. Er ersetzt immer häufiger den klassischen Moderator (lat. moderare – mässigen, mildern).

Das Wissen um die Zukunft ist Organisationen zugänglich. Doch oft verhindern innere Grenzen in uns Menschen und im System, dieses Wissen zu nutzen, und die Veränderung wirksam werden zu lassen.

Facilitatoren haben die notwendigen Kompetenzen, um erfolgreich Veränderungs- und Entwicklungsprozesse im Unternehmen, sowohl auf der strukturierenden als auch auf der psychologischen Ebene zu gestalten und zu führen.
Hintergrund unseres Facilitation Ansatzes sind die «Theorie U» von Claus Otto Scharmer und das Konzept des «Humble Consulting» von Edgar Schein.
Wer sich mit der offenen Haltung des Facilitation auf den Weg durch das «U» begibt, dem wird ermöglicht, Veränderungsprozesse nicht nur aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu erleben und zu gestalten, sondern vor allem die Möglichkeiten der Zukunft ins Auge zu fassen und zu integrieren.

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Mit Meetup und einem IAF-Chapter erste Ideen zur Facilitation Academy Schweiz

Seit dem 23. Oktober 2017 beheimatet Bern eine Meetupgruppe zum Thema «Facilitation». Barbara Backhaus - Kreative Lösungswege - und Daniel Osterwalder - Visual Dynamics -  haben zusammen mit rund 20 Kolleg/innen ein erstes grösseres Netzwerk von erfahrenen Facilitator/innen aus der Taufe gehoben. Inzwischen sind die Räume in der Seilerstrasse zu eng geworden und  wir treffen uns in der  InnoWerkstatt SBB, Attika, Eigerstrasse 13 · Bern

Facilitation ist seit rund zwei Jahren auch in der Schweiz als Thema angekommen, wird oft aber nur synonym als Workshopmoderation verwendet, so im Zusammenhang mit Design Thinking, UX, Agile, Lean etc. Wir starteten die Meetupgruppe und das Netzwerk, weil wir der Meinung sind, dass Transformation und Veränderung sehr viel mehr braucht als Methoden und wollen zusammen im Netzwerk dieses Neue entwickeln.

Aktuelle Infos finden Sie hier: https://www.meetup.com/de-DE/Facilitation-Change-Meetup-Gruppe-Schweiz/


 

SCHWERPUNKT NEUE ANFORDERUNGEN AN FÜHRUNG
FACILITATIVE LEADERSHIP - BRÜCKENBAUER ZU ARBEIT 4.0
von Renate Franke und Barbara Zuber

barbara_und_renate
Was sich gestern noch bewährt hat, könnte morgen schon nicht mehr greifen: Im Zuge der komplexer und schneller werdende Arbeitswelt stehen Führungskräfte von Heraus-forderung Ihre Mitarbeiter Ergebnisse zu führen und Ihnen gleichzeitig mehr Verantwortung zu geben.
Der Facilitating Ansatz kann Führungskräfte stärken, den Übergang in die Arbeitswelt 4.0 zu erleichtern.

Arbeit 4.0 oder New Work -  worauf müssen sich die Unternehmer einstellen?

Die neue Welle rollt dynamisch auf uns zu, aber viele wissen gar nicht, was es für sie bedeuten wird. Worum geht es bei der Arbeit 4.0? Neben den Aspekte der Digitalisierung werden der Abbau von Hierarchie und zunehmende Selbstorganisation sowie mehr Verantwortung und Partizipation in der Breite auf uns zukommen. Arbeitsformen der Agilität (bisher eher aus der die die IT bekannt) Gehören auch in das Bild Arbeit 4.0. und wollen uns helfen, mit der zunehmenden Beschleunigung umzugehen.

Vor welchen Herausforderungen stehenden Führungskräfte?

Renate Franke: den Zwiespalt zwischen Partizipation und notwendiger Steuerung auszuhalten und zu managen, ist eine Herausforderung für Führungskräfte und Mitarbeiter. Daher ist unsere Überzeugung: Führung hat die Aufgabe, Verbindungen zwischen alter und neuer Arbeitswelt zu schaffen.

Wie kann der Facilitating-Ansatz dabei unterstützen?

Barbara Zuber: Der Facilitating-Ansatz eignet sich sehr gut als Brückenbauer auf dem Weg zur Arbeit 4.0. Führungskräfte lernen einerseits einen klaren Rahmen zu setzen, innerhalb dessen Mitarbeiter operative Entscheidungen treffen können, und an, und andererseits lernen sie, mit neuen und unvorhergesehene Situationen gelassener umzugehen. Wir glauben, und hier hiermit stimmen wir mit den Vordenkern des agilen Managements überein, dass Mitarbeiter über Expertenwissen und weitreichende Kompetenzen verfügen, die sie gerne mehr einbringen, wenn der Rahmen dafür stimmt.

Wie verändert  sich dann die Rolle der Führungskraft?

Renate Franke: Die Führungskraft setzt sich dafür ein, dass die Lösung in der Gruppe gemeinsam erarbeitet wird, und unterstützt jeden einzelnen Mitarbeiter darin, seine eigenen Stärken einzubringen. Die wichtigste Führungsrolle ist also, Mitarbeiter zu maximalem erfolg zu verhelfen. Da das ende eines Prozesses und die Lösung m^nicht immer vorhersehbar sind, braucht die Führungskraft eine gesunde Gelassenheit und das Vertrauenden, dass beim Gehen der Weg entsteht.

Welche Haltung braucht die Führungskraft  darüber hinaus?

Barbara Zuber: Wer seinen Mitarbeitern auf Augenhöhe  begegnen will, braucht gemeinsam aufgestellte Regeln für die Zusammenarbeit, die es immer wieder zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen gilt. beispielsweise muss mit den Mitarbeitern ausgehandelt werden, wann und worüber Teamentscheide getroffen werden können und wer welche Verantwortung trägt. Die Stärkung der Selbstverantwortung erfordert seitens der Führungskraft eine gute Wahrnehmung, transparente Kommunikation und die Geduld den Veränderungsprozess auszuhalten.

Inwiefern hat Selbstverantwortung auch ihre Grenzen?

Renate Franke: Selbstverantwortung kann auch zu Überforderung führen, denn nicht jeder Mitarbeiter will jede Verantwortung übernehmen, und es gibt natürliche Arbeitsbereiche, wo war Vorgaben abgearbeitete werden. Auch denkt nicht jeder Spezialist sofort wie ein Unternehmer.

Trotzdem bleibt die Herausforderung  nach mehr Geschwindigkeit und Agilität, oder?

Barbara Zuber: Ja, unbedingt, und dennoch kann Selbstorganisation bzw. Agilität nicht einfach verordnet werden. Es funktioniert als ein gemeinsam und zu erringender Prozess von allen beteiligten. Das braucht viel  Führung, im Sinne von geduldiger Begleitung auf dem Weg zum Erfolg.

Annette Neumann sprach mit Renate Franke und Barbara Zuber.
Renate Franke und Barbara Zuber sind die Gesellschafterinnen des Beratungs- und Ausbildungsinstituts „school of facilitating“ Berlin und Autorinnen des Buchs „Facilitating Change - mehr als Change Management“.

Abschrift mit freundlicher Genehmigung der Autorinnen aus Zeitschrift Perspektiven 7-8/2016 > Führung und Management

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