COACHING

Unser Coaching verstehen wir als Prozessbegleitung. Dies bedeutet in jedem Fall «Hilfe zur Selbsthilfe». Diese Form des Coachings kann in Einzelbegleitung (Lebensberatung oder Führungscoaching) , Gruppen (Supervision) oder Organisationen (Team- oder Organisationsentwicklung ) eingesetzt werden.

Die wesentliche Punkte unseres Coaching-Verständnis möchten wir an dieser Stelle veröffentlichen.

Die Rahmenbedingungen der gemeinsamen Arbeit sind allen Beteiligten klar. Über die formalen und inhaltlichen Rahmenbedingungen der Begleitung wird eindeutig informiert.
Das bedeutet konkret:

  • Der Zeitrahmen, das Zeitbudget sowie der Kostenrahmen sind bekannt.

  • Es werden von Seite der Begleitung keine Versprechen gemacht.

  • Der Begleiter hat ein klar fundiertes Bewusstsein über die Art, Funktion und Reichweite der Beziehung mit dem Klienten.

  • Zu jeder Zeit der Zusammenarbeit ist eine klare Abmachung vorhanden. Durch diesen wird deutlich, weshalb der Klient in die Begleitung kommt. Diese Klärung findet zu Beginn der Arbeit statt und wird bei Bedarf (d,h. wenn das Bewusstsein über diese Klärung verloren gegangen ist) erneuert, damit eine neue Abmachung ausgehandelt werden kann. Grund dafür ist die Erfahrung, dass die Auflösung alter Konzepte ein bedeutsamer Bestandteil der begleitenden Arbeit ist.

  • Beim Beenden der Zusammenarbeit findet auf jeden Fall mindestens eine letzte Besprechung statt oder der Klient ist für eine abschliessende Besprechung erreichbar.

  • Bestandteil einer einer erfolgreichen Begleitung ist die Fähigkeit, sich um sich selbst zu kümmern.

  • Ein sehr fortgeschrittenes und subtiles Ziel des Coaching ist - und es ist von fundamentaler Wichtigkeit -, die Freude an sich selbst (wieder) zu lernen, vor allem auch die Freude am eigenen Ausdruck.

  • Es ist immer wichtiger, sich auf das, was ist, einzulassen, als eine Lösung zu finden. Zu erkennen, was ist, ist eine Kunst, die man in der Zusammenarbeit nie aufhören kann zu lernen. Das, was am allermeisten ist, erscheint oft als Kleinigkeit, die es anzusprechen gilt.

  • Es ist stets wichtiger, die eigene Haltung anzuschauen, als sich auf den Inhalt der Situation einzulassen. Das heisst nicht, dass es nicht erforderlich ist, die Einzelheiten der Situation zu verstehen, doch es ist wesentlich, die Haltung in dem Erleben sichtbar zu machen.

  • Dabei gilt, dass der Begleiter weder Versteher, noch Besserwisser noch Top-Underdog ist:Kein Versteher heisst: kein Einfühler, Mitleider, Hinterfrager, Beobachter, Neutraler, Priester, Lehrer und keine leere Leinweind.

    

Kein Besserwisser heisst: kein sich freundlich Herablassender, Erklärer, Ratgeber, Forderer, Edler, Lösungssucher, Kumpel oder Aushalter und

    Kein Top-Underdog zu sein heisst:  nicht Zyniker, Zuhörer, Schoner, Clown, drängender Zwinger oder Verantwortung Tragender zu sein.

  • Die Erfahrung zeigt, dass der Klient als «zwei Personen» in ein Coaching geht:

    eine Person möchte Veränderung, und die andere Person wird alles tun, um Veränderung zu sabotieren.

    Im Verlauf der Begleitung ist es heilsam zu erfahren, dass der Saboteur lernen kann, seinen Widerstand in Neugier zu verwandeln. So erlebt «die Person des Saboteurs», wie es ist, sich nicht immer selber zu sabotieren. Es geht um die Erfahrung, dass es eine Einladung gibt, das eigene Feuer zu behalten, die Wahrnehmung von sich selbst und seiner Welt verändern zu können und auch ein scheinbares «Scheitern» in Kauf zu nehmen oder auszuhalten.

  • Eine solche Haltung der Neugier oder des Feuers erlaubt es, in die eigenen Kraft zu wachsen und ein sinnerfülltes Leben zu leben.