Angebote

Unsere Angebote verstehen sich in jedem Fall als «Hilfe zur Selbsthilfe». Im Folgenden sind die wesentliche Punkte zum Verständnis unserer Arbeit aufgeführt.

Die Rahmenbedingungen der gemeinsamen Arbeit sind allen Beteiligten klar. Über die formalen und inhaltlichen Rahmenbedingungen der Begleitung wird eindeutig informiert:

  • Die finanziellen Bedingungen sind für die Beteiligten stimmig. Beim Beenden einer Zusammenarbeit findet auf jeden Fall mindestens eine letzte Besprechung statt oder der Klient ist für eine abschliessende Besprechung erreichbar.
  • Der Zeitrahmen, das Zeitbudget sowie der Kostenrahmen sind bekannt.
  • Es werden von Seite der Begleitung keine Versprechen gemacht.
  • Der Begleiter hat ein klar fundiertes Bewusstsein über die Art, Funktion und Reichweite der Beziehung mit dem Klienten.
  • Zu jeder Zeit der Zusammenarbeit ist ein Vertrag – auch mündlich – vorhanden, durch den deutlich wird, weshalb der Klient in die Begleitung kommt. Diese Klärung findet zu Beginn der Arbeit statt und wird bei Bedarf (d,h. wenn das Bewusstsein darüber verlorengegangen ist) erneuert, damit ein neuer Vertrag ausgehandelt werden kann. Grund dafür ist die Erfahrung, dass die Auflösung alter Konzepte ein bedeutsamer Bestandteil der begleitenden Arbeit ist.
  • Bestandteil einer einer erfolgreichen Begleitung ist die Fähigkeit, sich um sich selbst zu kümmern.
  • Ein sehr fortgeschrittenes und subtiles Ziel einer Begleitung ist – und es ist von fundamentaler Wichtigkeit -, die Freude an sich selbst (wieder) zu lernen, vor allem auch die Freude am eigenen Ausdruck.
  • Es ist immer wichtiger, sich auf das, was ist, einzulassen, als eine Lösung zu finden. Zu erkennen, was ist, ist eine Kunst, die man in der Zusammenarbeit nie aufhören kann zu lernen. Das, was am allermeisten ist, erscheint oft als Kleinigkeit, die es anzusprechen gilt.
  • Es ist stets wichtiger, die eigene Haltung anzuschauen, als sich auf den Inhalt der Situation einzulassen. Das heisst nicht, dass es nicht erforderlich ist, die Einzelheiten der Situation zu verstehen, doch es ist wesentlich, die Haltung in dem Erleben sichtbar zu machen.
  • Dabei gilt, dass der Begleiter weder Versteher, noch Besserwisser noch Top-Underdog ist:
    Kein Versteher heisst: kein Einfühler, Mitleider, Hinterfrager, Beobachter, Neutraler, Priester, Lehrer und keine leere Leinweind.
    

Kein Besserwisser heisst: kein sich freundlich Herablassender, Erklärer, Ratgeber, Forderer, Edler, Lösungssucher, Kumpel oder Aushalter und
    Kein Top-Underdog zu sein heisst:  nicht Zyniker, Zuhörer, Schoner, Clown, drängender Zwinger oder Verantwortung Tragender zu sein.
  • Es kann beobachtet werde, dass in eine Begleitung der Klient als «zwei Personen» geht: eine Person möchte Veränderung, und die andere Person wird alles tun, um Veränderung zu sabotieren.
    Es ist heilsam zu erfahren, dass der Saboteur lernen kann, seinen Widerstand in Neugier zu verwandeln. So erlebt die Person des Saboteurs, wie es ist, sich nicht immer selber zu sabotieren. Es geht um die Erfahrung, dass es eine Einladung gibt, das eigene Feuer zu behalten, die Wahrnehmung von sich selbst und seiner Welt verändern zu können und auch ein scheinbares «Scheitern» in Kauf zu nehmen oder auszuhalten.
  • Eine solche Haltung der Neugier oder des Feuers erlaubt es, in die eigenen Kraft zu wachsen und ein sinnerfülltes Leben zu leben.